Ratgeber: Gut informiert zum richtigen Ofen
Austauschpflicht, Förderung, Wärmepumpe, Brennholz und Kosten – die wichtigsten Antworten kompakt und verständlich.
Muss mein alter Ofen raus?
Die 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV) legt fest, wie viel Feinstaub und Kohlenmonoxid Holzfeuerstätten ausstoßen dürfen. Ältere Kamin- und Kachelöfen, die die Grenzwerte nicht einhalten, mussten in mehreren Stufen nachgerüstet oder außer Betrieb genommen werden. Die letzte Frist – für Geräte mit einer Typprüfung zwischen 1995 und dem 21. März 2010 – ist am 31. Dezember 2024 abgelaufen.
- Wie finde ich es heraus? Das Datum der Typprüfung steht auf dem Typschild oder in den Unterlagen. Ihr Bezirksschornsteinfeger weiß ebenfalls Bescheid.
- Welche Möglichkeiten gibt es? Nachweis durch eine Messung, Nachrüstung eines Staubfilters oder Austausch gegen einen modernen, emissionsarmen Ofen.
- Ausnahmen gibt es u. a. für handwerklich vor Ort gesetzte Grundöfen, Herde und Backöfen unter 15 kW, offene Kamine, die nur gelegentlich genutzt werden, Öfen, die vor 1950 errichtet wurden, und Öfen, die die einzige Heizquelle einer Wohnung sind.
Neu eingebaute Öfen müssen die strengeren Grenzwerte der Stufe 2 einhalten (Staub 0,04 g/m³, CO 1,25 g/m³). Darauf achten wir bei der Auswahl – und beraten Sie gern zum Austausch Ihres alten Ofens.
Gibt es Zuschüsse für einen neuen Ofen?
Reine Kaminöfen, die nur den Aufstellraum beheizen, werden in der Regel nicht staatlich gefördert.
Förderfähig sein können dagegen wasserführende, automatisch beschickte Pelletöfen und -kessel, die in die Heizung eingebunden werden – im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (Heizungsförderung über die KfW). Voraussetzungen sind u. a. strenge Emissionswerte, ein Pufferspeicher und der hydraulische Abgleich.
Wichtig: Den Förderantrag müssen Sie stellen, bevor Sie den Auftrag erteilen. Da sich Fördersätze und Bedingungen regelmäßig ändern, prüfen Sie den aktuellen Stand bitte auf kfw.de – oder sprechen Sie uns frühzeitig an, wir unterstützen Sie bei der Planung.
Ofen und Wärmepumpe – ein starkes Team
Immer mehr Häuser heizen mit einer Wärmepumpe. Ein Kamin- oder Pelletofen ist dazu eine ideale Ergänzung:
- Spitzenlast: An sehr kalten Tagen arbeitet die Wärmepumpe weniger effizient – der Ofen übernimmt einen Teil der Heizlast.
- Versorgungssicherheit: Ein Holzofen wärmt auch bei Stromausfall.
- Behaglichkeit: Strahlungswärme und sichtbares Feuer – das kann keine Fußbodenheizung.
- Wasserführend: Wasserführende Öfen speisen ihre Wärme über den Pufferspeicher direkt ins Heizsystem ein.

Sauber heizen mit Holz: die fünf wichtigsten Tipps
- Nur trockenes Holz: Restfeuchte unter 20 % (gesetzlich höchstens 25 %). Ein Feuchtemessgerät kostet wenig und lohnt sich.
- Richtig lagern: Gespalten, luftig und überdacht – Laubholz etwa zwei Jahre, Nadelholz rund ein Jahr.
- Von oben anzünden: Große Scheite unten, kleines Anzündholz und Anzünder oben – das brennt sauberer an.
- Nicht überladen: Lieber öfter wenig nachlegen, als den Brennraum vollzustopfen.
- Nur Naturholz: Kein lackiertes oder behandeltes Holz, keine Spanplatten, kein Papiermüll.
Was kostet ein neuer Ofen?
| Ofenart | Einstiegspreis (Gerät) |
|---|---|
| Kaminöfen | ab 890 € |
| Holzherde | ab 1.290 € |
| Pelletöfen | ab 1.590 € |
| Wasserführende Öfen | ab 2.900 € |
| Heizkamine | ab 3.490 € |
Zum Gerätepreis kommen je nach Situation Rauchrohr, Boden- bzw. Funkenschutzplatte, Montage und gegebenenfalls Arbeiten am Schornstein. Wir erstellen Ihnen ein transparentes Komplettangebot – ohne versteckte Kosten.
Schornstein, Schornsteinfeger & Aufstellort
Jeder Holz- oder Pelletofen braucht einen geeigneten Schornstein. Querschnitt und Höhe müssen zum Ofen passen; oft können auch mehrere Feuerstätten an einen Schornstein angeschlossen werden. Vor der ersten Inbetriebnahme nimmt der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger die Anlage ab – danach kehrt und prüft er regelmäßig.
Ist kein passender Schornstein vorhanden, lässt sich häufig eine Lösung nachrüsten. Bringen Sie zur Beratung am besten Fotos vom Aufstellort und vom Schornstein mit.
Häufige Fragen
Was kostet ein Kaminofen?
Kaminöfen bekommen Sie bei uns ab 890 €, Pelletöfen ab 1.590 €, Holzherde ab 1.290 €, wasserführende Öfen ab 2.900 € und Heizkamine ab 3.490 € (jeweils Gerätepreis). Hinzu kommen je nach Situation Rauchrohr, Boden- bzw. Funkenschutzplatte, Montage und gegebenenfalls Arbeiten am Schornstein. Wir erstellen Ihnen gern ein transparentes Komplettangebot.
Wie viel Heizleistung brauche ich?
Das hängt von Raumgröße, Dämmung und Nutzung ab. In gut gedämmten, modernen Häusern reichen oft schon 4–6 kW. Ein zu groß gewählter Ofen läuft dauerhaft gedrosselt, verbrennt schlechter und macht den Raum zu warm. Wir ermitteln mit Ihnen die passende Leistung.
Muss mein alter Kaminofen ausgetauscht werden?
Nach der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV) mussten Kamin- und Kachelöfen, die bestimmte Grenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid nicht einhalten, gestaffelt nachgerüstet oder stillgelegt werden. Die letzte Frist für Geräte mit Typprüfung zwischen 1995 und dem 21.03.2010 endete am 31.12.2024. Ob Ihr Ofen betroffen ist, sehen Sie am Typschild oder erfahren es von Ihrem Schornsteinfeger – wir beraten Sie gern zum Austausch.
Wird ein neuer Ofen gefördert?
Reine Kaminöfen, die nur den Raum beheizen, werden in der Regel nicht staatlich gefördert. Förderfähig sein können wasserführende, automatisch beschickte Pelletöfen, die in die Heizung eingebunden werden. Die Bedingungen ändern sich regelmäßig, und der Antrag muss vor der Beauftragung gestellt werden – sprechen Sie uns frühzeitig an.
Brauche ich einen Schornstein?
Ja, jeder Holz- oder Pelletofen braucht einen geeigneten Schornstein. Vor der ersten Inbetriebnahme nimmt der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger die Feuerstätte ab. Ist kein passender Schornstein vorhanden, lässt sich oft eine Lösung nachrüsten – wir beraten Sie dazu.
Was bedeutet raumluftunabhängig?
Ein raumluftunabhängiger Ofen bezieht seine Verbrennungsluft über eine dichte Leitung direkt von außen. In gut gedämmten Häusern, Passivhäusern und bei kontrollierter Wohnraumlüftung ist das häufig Voraussetzung.
Holz oder Pellets – was passt besser zu mir?
Scheitholz steht für echtes Feuererlebnis, kommt ohne Strom aus und ist ideal, wenn Sie gern selbst nachlegen. Pellets bieten Komfort: automatische Zündung, exakt regelbare Leistung und Steuerung per Thermostat oder App.
Welches Holz sollte ich verwenden?
Nur naturbelassenes, gut getrocknetes Holz mit einer Restfeuchte unter 20 % (gesetzlich zulässig sind höchstens 25 %). Laubhölzer wie Buche oder Eiche brennen lange und gleichmäßig; sie sollten rund zwei Jahre luftig und überdacht gelagert werden. Lackiertes oder behandeltes Holz, Spanplatten und Abfälle gehören nicht in den Ofen.
Passt ein Kaminofen zu einer Wärmepumpe?
Ja, sehr gut: An besonders kalten Tagen, an denen die Wärmepumpe weniger effizient arbeitet, übernimmt der Ofen einen Teil der Heizlast. Außerdem sorgt er bei einem Stromausfall für Wärme. Wasserführende Öfen können über den Pufferspeicher sogar direkt ins System einspeisen.
Wie läuft der Einbau ab?
Nach der Beratung klären wir Aufstellort, Abstände und Schornsteinanschluss und erstellen Ihnen ein Angebot. Wir liefern und montieren den Ofen fachgerecht; vor dem ersten Anheizen nimmt Ihr Bezirksschornsteinfeger die Anlage ab. Im Herbst ist Hochsaison – planen Sie am besten frühzeitig.
Bieten Sie Wartung und Reparaturen an?
Ja. Wir warten und reinigen Öfen, tauschen Verschleißteile wie Dichtungen und Feuerraumplatten und reparieren Schäden – auch Risse in Kachel- oder Steinverkleidungen. Sprechen Sie uns einfach an.
Brauche ich einen Termin für die Ausstellung?
Sie können während der Öffnungszeiten jederzeit vorbeikommen. Mit Termin nehmen wir uns aber gezielt Zeit für Sie – besonders empfehlenswert in der Hauptsaison von September bis Dezember.
Noch Fragen? Wir beraten Sie gern.
Persönlich in unseren Ausstellungen, telefonisch oder per Nachricht – hersteller- und preisunabhängig.
